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Beiträge

Tansaniaprojekt

2011


Foto: 22. August 2011 mit Dr. Hosea und Schwester Mary

Karatu/Tansania 27. Juli - 31. August 2011
Wie in den Jahren zuvor ging´s mit Condor auf die Reise. Neben dem eigenen Koffer gehörten fünf Kartons mit ca. 120 kg Gewicht zum Reisegepäck – die dank DRK-Bescheinigung kostenlos transportiert wurden.
Neben einer Fülle an Erste- Hilfe-Materialien gehörten gespendete Geräte wie
ein Defibrillator, eine Zentrifuge, ein EKG-Gerät, Beatmungsgeräte, Blutzuckermessgeräte sowie ein
Computer mit Monitor dazu.

Diese Geräte wurden der Krankenstation(Dispensary) in Qaru zur Verfügung gestellt. Als Dr. Hosea sie entgegennahm, gab es noch keinen Strom in der Dispensary, obwohl die Anbindung ans das öffentliche Stromnetz bereits im November 2010 bezahlt worden war. Die staatliche Firma TANESCO, die dafür zuständig ist, gab als Grund fehlende Materialien an (Holz für die Strommasten, Draht für die Leitungen). Erst enormer politischer Druck bewegte TANESCO dazu, die Arbeiten aufzunehmen und 1,2 km Stromleitung zu verlegen. Am 25. August ging in der Dispensary
das Licht an, und seitdem können auch die elektrischen Geräte (s.o.), dazu gehört auch der Autoklav (Dampfsterilisator) vom Vorjahr, genutzt werden.


Erstmals war ich in diesem Jahr im Buschland am Lake Eyasi unterwegs, um den dort lebenden
letzten Buschmännern (Hadzabe) Tansanias zu zeigen, wie Wunden und Knochenbrüche zu  behandeln sind.





Die Hadzabe versuchen mit Kräutern und Lehmpackungen Wunden zu heilen, was nicht immer gelingt. Die Folgen sind leider oft Verkrüppelungen.


– Die Leute im Busch  haben jetzt Hilfsmaterialien und können bei Bedarf weitere Hilfsmittel bei einem deutschen Farmer in der Nähe erhalten.
Wie in den Vorjahren gab ich im Distrikt Karatu weitere Erste-Hilfe-Kurse:

-   Red Cross Mang´ola am Lake Eyasi






-   Red Cross Rhotia






-   Klasse 12 und 13 der Karatu Secondary School, der mit Abstand leistungsstärkste  
Kurs, den ich bisher in Tansania durchführen konnte. Die Schüler (19 – 25 Jahre alt) wollen 
nach ihrem Schulabschluss im Februar 2012 Medizin studieren. Bis dahin werden sie ihre
Mitschüler in First Aid ausbilden. In ihren Heimatdörfern in der Region Arusha möchten sie
Red Cross Groups gründen.






-   Dorfgruppe Qaru




-   Klasse 9 (Form 2) und zwei Lehrer der Ganako Secondary School Karatu




Das Team der Krankenstation (Dispensary) in Qaru hat täglich viel zu tun. Auch in der Nacht kommt Dr. Hosea nicht immer zur Ruhe.








Im Warteraum der Dispensary steht für die wartenden Patienten gefiltertes, nahezu keimfreies Wasser zur Verfügung.




Häufig sind einfache Erkrankungen wie Durchfall, Ruhr, Atemweginfektionen und Hautkrankheiten zu behandeln. Dazu kommen Brandverletzungen, Tierbisse und Dornen u. ä. in Händen oder Füßen.




Die beiden Krankenschwestern Mary und Veronica können bald Dr. Hosea auch nachts sofort bei                       Notfällen unterstützen. Sie müssen nicht mehr fast zwei Kilometer in der Dunkelheit zusammen mit einem männlichen Begleiter zurücklegen, sondern wohnen gleich nebenan.






Der Bau wird zu Beginn der Regenzeit – Ende Oktober – weitergeführt. Im Laufe des Jahres kann das Haus hoffentlich schon bezogen werden – was natürlich mit dem Spendenaufkommen zusammenhängt.                              
Die Wasserversorgung ist in Qaru in der großen Trockenzeit von April bis Anfang November ein Problem, das von Monat zu Monat schwieriger zu bewältigen ist und auch immer teurer wird. Z. Zt. kostet ein 20 Liter-Eimer 500 TZS (ca. 25 Ct.), was von vielen Menschen kaum noch zu bezahlen ist. In der ganzen Zeit gab es nur einmal – am 2. Oktober – etwas Regen. Also weiterhin geduldig warten und äußerst sparsam mit dem kostbaren Nass umgehen!






Die Dispensary ist im Normalfall ausreichend mit Wasser versorgt. In diesem Jahr war der  Wasserverbrauch wegen des Baus des Schwesternhauses besonders hoch, so dass Wasser dazugekauft werden musste.






Ich staune immer wieder neu, welche Lebensfreude die Menschen hier trotz ihrer Armut ausstrahlen. Das ganze Dorf ist dankbar für die Hilfe, die die Menschen hier erfahren haben. Am 21. August soll ich den Dank aller Bewohner mit nach Deutschland nehmen und den Spendern in der Heimat davon berichten.
Die Menschen bedanken sich mit Musik und Tanz.






Der Festzug startet in der Dorfmitte. Ziel ist die Dispensary.










RC-Leiter Emmanuel hat dazu Mr. Israel Natse, Member of Parliament - Tansania, eingeladen. In seiner Anwesenheit wird zuerst die Dispensary eingesegnet.






Danach bewegt sich der Festzug von der Dispensary zum neu erbauten Schwesternwohnhaus.




Mr. Daniel Panga, Headmaster der Qaru Sec. School, bedankt sich für die gute Zusammenarbeit der Krankenstation mit seiner Schule. Die Schülerinnen und Schüler werden dort regelmäßig zum Thema Familienplanung informiert. Die Freude über das Geschenk ist groß. Danke, Daniel!! 




Ausblick:

Im kommenden Jahr möchten wir gerne neben der Krankenstation ein spezielles Mutter-Kind-Haus bauen. Diese Personengruppe ist mit Abstand die größte, die Hilfe braucht. Die Krankenstation reicht nicht aus, um sie in ausreichendem Maß zu versorgen (der Rohbau der Dispensary entstand bereits vor 7 Jahren). Außerdem ist eine kindgerechtere Betreuung der kleinen Patienten – gemeinsam mit ihren Müttern – in einem Anbau eher denkbar als gemeinsam mit anderen Patienten.

2010


Im Juli / August 2010 hat Ortsvereinsmitglied Jürgen Spieker seine Arbeit in Tansania von 2009 fortgesetzt.
Dazu gehörten neben Erste - Hilfe Kursen in Schulen und Erwachsenengruppen vor allem der weitere Ausbau einer Dispensary ( Krankenstation) in Quaru, einem abgelegenen Dorf im Norden des Landes.


Am 25. August 2009 sah Jürgen Spieker zum ersten Mal den Rohbau der Dispensary. Seit fünf Jahren wartete der Bau auf seine Fertigstellung und drohte zu verfallen.
Die Fensterrahmen und Außentüren waren bereits von Termiten zerfressen.
Nach Gesprächen mit den zuständigen District Medical Officer ( DMO) konnte der Ausbau der Krankenstation mit Hilfe der zuvor gesammelten Spendengeldern beginnen.
Am 30. September 2009 war der Innenanstrich fertig, die neuen Außentüren und Fensterrahmen waren aus Metall und damit unangreifbar für Termiten und der Unterbau für den Hochtank stand bereits im Beton.
Am 30. Oltober konnte die Krankenstation- wie vom DMO zuvor versprochen- eröffnet werden.
Inzwischen war auch der Außenanstrich erledigt, die Fenster waren eingesetzt, die Wassertanks - je 6.000 Liter - standen bereit und die Räume waren möbiliert ( 9 Betten, Schreibtische, Schränke, STühle, Bänke und dgl.).
Der Haushaltsplan des Distrikts Karatu ließ zunächst nur die  Anstellung einer Krankenschwester zu.
Am 4. Juni 2010 kam die Regierungsspitze des Distrikts nach Quaru, um die Dispensary ein zweites Mal- diesmal ganz offiziell- einzuweihen.



Seitdem arbeiten in der Krankenstation Dr. Hosea und die beiden Krankenschwestern Veronica und Mary.
Die Dispensary benötigt weitere Unterstützung für den Bau von besuchertoiletten und einer Klärgrube, den Kauf von Mikroskop und Zentrifuge und langfristig für den Bau eines Häuschens für die beiden Krankenschwestern gleich neben der Dispensary, damit sie auch nachts Dr. Hosea sofort zur Hand gehen können ( bisher 2 km Anmarschweg durch das unbeleuchtete Dorf).

Weiterbau der Krankenstation in Qaru, ein Projekt des DRK-OV Wenden

Natürlich können Sie auch mit einer Spende helfen( Stichwort Tansania):


DRK Ortsverein Wenden e.V.

Volksbank Wenden

Spendenkonto: 56 14 310

Bankleitzahl: 462 618 22


 

DRK Ortsverein Wenden e.V.

Sparkasse Wenden

Spendenkonto: 200 14 77

Bankleitzahl: 462 500 49

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.....

Nächste Termine....

Arbeitskreis Wohlfahrtspflege
Nächstes Seniorentreffen
Mittwoch, 15.06.2016
15 Uhr - 17 Uhr


Nächster Dienstabend
jeden Freitag
19 Uhr - 21 Uhr

Lehrgang Erste Hilfe für
Führerscheinbewerber
25.06.2016
8.30 Uhr - 15.45 Uhr


Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Wenden e.V.

Schönauer Straße 12
57482  Wenden

Tel.: +49 2762 2828
Fax: +49 2762 929071

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